Ansichten eines Lehrers

Christoph Blenkers, Lehrer für audiovisuelle Medien, erinnert sich…


Köln im Jahr 2003: Die Idee zum Berufskolleg für Medienberufe wird geboren. Die Planung beginnt. März 2004: Das Berufskolleg startet mit zwei Klassen und sieben Lehrern in sein erstes Schuljahr. Ausgebildet und mit Fachabitur bestückt, werden Gestaltungstechnische Assistenten. 2007 kommen die Informationstechnischen Assistenten dazu. 2012 runden die Kaufmännischen Assistenten das Portfolio des Kölner Bildungsträgers ab. 2014 sind es nun schon elf Klassen – Tendenz steigend.

Christoph Blenkers ist von Anfang an dabei. Er wurde vom Cutter zum Lehrer für audiovisuelle Medien und erinnert sich noch gut an die ersten Tage des Berufskollegs für Medienberufe: „Es war eine sehr schöne Zeit. Wir waren ja damals alle in der gleichen Situation und total euphorisch, dieses neue Projekt mit dem Berufskolleg gemeinsam zu starten.“ Und dieser Einsatz wurde dem Team von der ersten Abschlussklasse auch entsprechend gedankt. So bekam jeder Lehrer als Geschenk ein T-Shirt mit seinem Spruch. „Auf meinem T-Shirt stand: Ich bin mal kurz kopieren“, erinnert sich Christoph Blenkers lächelnd. „Dadurch, dass unser Berufskolleg etwas kleiner ist, können wir individuell auf Schülerinnen und Schüler eingehen und auf Veränderungen in der Schullandschaft reagieren. Es ist einfach sehr familiär und kollegial hier im Berufskolleg. Das ist schon immer so gewesen.“

Lächelnder Mann.

Die meisten Lehrer/innen am Berufskolleg für Medienberufe sind Quereinsteiger wie Christoph Blenkers. Sie kommen aus der Branche, die sie unterrichten. Denn der hohe Praxisbezug ist das A und O am Berufskolleg. „So erreichen wir bei den Schülerinnen und Schülern eine völlig andere Glaubwürdigkeit. Sie schätzen uns für unser fachliches Know-how und akzeptieren unsere Lehrmethoden und Inhalte in den technischen und berufsbezogenen Fächern.“

Nach all den Jahren steht Christoph Blenkers immer noch zu 100 Prozent hinter dem Berufskolleg und dessen Ausbildungssystem. Er arbeitet gern mit der jungen Generation neuer Medienmacher. „Es ist toll zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler in den drei Jahren bei uns wachsen und welche Lebenswege sie einschlagen. Viele machen sich selbstständig, haben tolle Arbeitsplätze oder gehen noch studieren, um sich weiter zu spezialisieren. Da sind wir schon ein bisschen stolz, bei dieser Entwicklung mitgeholfen zu haben.“

Und die Verbindung zwischen dem Berufskolleg für Medienberufe und seinen Schülerinnen und Schülern reißt auch nach dem Schul- und Ausbildungsabschluss nicht ab. „Es kommt häufig vor, dass wir Besuch von Ehemaligen bekommen. Sie möchten dann einfach noch einmal in ihre alte Schule kommen und mit ihren Lehrern von früher ein bisschen quatschen“, freut sich Christoph Blenkers immer wieder aufs Neue. Es ist hier einfach familiär.