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An der bm in Köln ist immer etwas los. Hier erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Geschehnisse an der Berufsakademie sowie dem Berufskolleg für Medienberufe. Sie erfahren, was unsere angehenden Mediengestalter/innen und unsere Kaufleute sowie GTAs, ITAs und KMAs bei bm lernen und erleben.

„Erzählt doch mal…“ – Auszubildende des Berufskollegs über ihr Betriebspraktikum

Drei Jahre Berufsausbildung. Fachabitur inklusive. Praxisbezogener Unterricht und viele Projektarbeiten. So lernen die Schüler/innen am Berufskolleg für Medienberufe. Doch das ist noch längst nicht alles. In einem achtwöchigen Betriebspraktikum gehen sie mit der Medienbranche auf Tuchfühlung. Eine Klasse der Gestaltungstechnischer Assistenten/innen (GTA) ist frisch aus dem Praktikum zurückgekehrt. Gestalten, Filmen und Texten – in den acht Wochen war alles dabei.

Gestaltungstechnische Assistenten nach dem Praktikum

Nach acht Wochen Betriebspraktikum trifft sich die Klasse der Gestaltungstechnischen Assistenten/innen endlich wieder und tauscht Erfahrungen aus.

Eine Klasse voller Gestaltungstechnischer Assistenten/innen trifft nach acht intensiven Wochen endlich wieder im Klassenverband aufeinander. Zu erzählen gibt es viel. Der eine war in einer Internetagentur, die andere bei einer Fernsehproduktionsfirma, der dritte in einer Buchbinderei. Die Unternehmen, in welchen sich die Schülerinnen und Schüler für ihr Betriebspraktikum beworben haben, sind so unterschiedlich und abwechslungsreich wie der Beruf des GTA selbst.

Erfahrungsberichte der GTAs für Medienberufe

Sam hat viel mit Photoshop gearbeitet. Während seines Praktikums hat er ein Kinderquartett für einen Automobilhersteller gestaltet. Aber das Tollste für ihn war es, ein Mini-Game für das Gewinnspiel eines bekannten Fernsehsenders zu designen. „Es war super, das Ergebnis der eigenen Arbeit online zu sehen. Der Kunde hat mein gestaltetes Spiel gekauft und auf seiner Webseite umgesetzt. Man kann es immer noch spielen“, erzählt Sam begeistert.

Aber es muss nicht immer Köln sein! GTA-Schülerin Kim wagte sich in die „verbotene Stadt“. In einer Düsseldorfer Werbeagentur hat sie in der Druckabteilung unterschiedliche Flyer und Handzettel für Handelsunternehmen wie Peek & Cloppenburg und Kaiser’s Tengelmann gestaltet. Besonders gefielen ihr die lockere Atmosphäre und die ausgewogene Teamzusammensetzung.

Maya hat es für ihr Betriebspraktikum sogar bis nach Berlin verschlagen. Sie war für eine Fernsehproduktionsfirma tätig und hat für unterschiedliche TV-Formate organisatorische Aufgaben erledigt und auch viel getextet. Unter anderem vereinbarte Maya Casting-Termine für die VOX-Sendung „Mein himmlisches Hotel“, verfasste Kurz-Vitas für die Teilnehmer einer weiteren Show und durfte auch selbst an einem Titel für ein neues Format mitarbeiten. „Das hat mir alles total viel Spaß gemacht. Nach den zwei Monaten war ich schon mitten drin im Arbeitsalltag“, schwärmt die Schülerin.

Bücher sind das älteste Medium der Welt. Genau deshalb sind sie auch immer noch ein wichtiges Arbeitsgebiet. Fand auch Anton. Ihn zog es in den handwerklichen Bereich. Anton absolvierte sein Praktikum in einer Berliner Buchbinderei, die auch Restaurationsarbeiten durchführt und Requisiten für Film und Fernsehen herstellt. „Es war spannend, mit den unterschiedlichen Binde- und Restaurierungstechniken zu arbeiten. Ich konnte alles ausprobieren und auch mit historischen Büchern arbeiten. Total interessant!“

Digital, Print, Organisation und handwerkliches Geschick – im Praktikum wird es nie langweilig. GTA-Schüler Ben bekam während seiner Zeit bei einem Tonstudio ordentlich was auf die Ohren. „Ich war bei Aufnahmen für Kunden dabei und habe an der Produktion der Beiträge mitgearbeitet. Besonders beeindruckend war die hochwertige Technik, mit der das Unternehmen arbeitet. Die High-Tech-Mikrofone  und die riesigen Mischpulte waren schon eindrucksvoll“, berichtet er begeistert.

Praktikum perfekt: Gelerntes anwenden, Neues aneignen

Die GTA-Schülerinnen und Schüler haben in den acht Wochen Praktikum viel erlebt. „Ich konnte genau das anwenden, was ich am Berufskolleg für Medienberufe im Unterricht gelernt habe. Je nach Arbeitsgebiet habe ich dann noch viel dazu gelernt“, findet Mike, der in seinem Praktikum viel gezeichnet und gestaltet hat. „Das Berufsleben war entspannter, als ich erwartet habe“, gibt er ehrlich zu. „Der Rhythmus, den ein 9-Stunden-Schultag am Berufskolleg mit sich bringt, hat mich schon gut auf den Arbeitsalltag vorbereitet. Ich musste mich nicht groß umstellen.“

Die Praktikumszeit ist ein wertvoller und wichtiger Bestandteil für die Schülerinnen und Schüler am Berufskolleg für Medienberufe. Sie wenden die Unterrichtsinhalte konkret an und lernen zusätzlich viel neues Equipment und Software kennen. Durch die Arbeit im Team und an realen Projekten stärken sie ihre sozialen Kompetenzen und entwickeln sich fachlich und persönlich weiter. In dieser Zeit bereiten sie sich auch darauf vor, ihren Platz in der breit aufgestellten und crossmedialen Branche zu finden.

Übrigens: Für zwei der GTAs war die Arbeit in ihrem Praktikumsbetrieb so erfolgreich, dass ihnen schon ein Arbeitsplatz für die Zeit nach dem Abschluss am Berufskolleg angeboten wurde.