Aktuell

Am Berufskolleg für Medienberufe in Köln ist immer etwas los. Hier erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Geschehnisse am Berufskolleg für Medienberufe. Sie erfahren, was unsere angehenden gestaltungstechnischen, informationstechnischen und kaufmännischen Assistentinnen und Assistenten bei uns lernen und erleben.

Fachinformatiker entwickeln Container-Verwaltungssoftware

Praktiker, die gerne lernen und die sicher sein möchten, dass sie das erlernte praktische Wissen später im Job gebrauchen können, finden mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung den idealen Einstieg ins Berufsleben. Und mit der bm – bildung in medienberufen den praxisorientierten Bildungsanbieter auf dem Weg in den begehrten Traumjob.

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Gabriel Sterz und Thomas Rometsch erklären ihre Software.

Gemäß dieser Devise konfrontierte Fachbereichsleiter Torsten-Eric Sendler seine Auszubildenden Thomas Rometsch, Gabriel Sterz und Tom Streibel im Rahmen einer Projektarbeit mit folgender Aufgabenstellung:

Einem Containerdienst wächst die bisherige Zettelwirtschaft über den Kopf. Nur allzu häufig weiß kein Mensch mehr, wo Container vor einigen Wochen abgestellt wurden. Die Recherche ist mit einem übermäßigen Aufwand verbunden. Es wird dringend eine Client-Server-Lösung benötigt, mit der die Container und ihre jeweiligen Standorte (auch auf dem eigenen Wertstoffhof) verwaltet werden können. Die Software-Lösung muss eine nach Datum oder Namen des Entleihers sortierte Container-Verleihliste ebenso ermöglichen, wie eine Sortierung der Container nach Art und Volumina.

Das Trio entschied sich für eine Programmierung in Java unter Einsatz des Springboot-Frameworks. In einem Entwicklertagebuch haben die Auszubildenden alle Arbeitsschritte dokumentiert und die Versionierung ihrer Software über Gitlab sichergestellt.

Als Deployment-Tool kam Maven zum Einsatz. Das in Java FX erstellte Interface (GUI) sorgt für einen bilateralen Austausch der Anforderungen aus Aufträgen und der Rückmeldung der abgeschlossenen Prozesse. Natürlich ist ein ortsunabhängiger Zugriff von unterschiedlichen Endgeräten (ResponsiveDesign) möglich, so dass beispielsweise mit dem Smartphone die Logistikprozesse überwacht und bei Bedarf steuernd eingegriffen werden kann. Die Containerverwaltungssoftware kann autark und je nach Bedarf, Anforderung und Größe des Kunden eingesetzt und mittels selbst programmierter API-Schnittstelle (Rest-API) an beliebige dritte Systeme kostengünstig angebunden werden. Besonderer Fokus liegt dabei natürlich auf der Sicherheit: So laufen alle Prozesse komplett verschlüsselt ab, das Authentifizierungssystem für den Login ist auch gegen SQL-Injections geschützt.

Die Einführung des Systems bewirkt eine kontinuierliche Verbesserung der Kunden- und Auftragsprozesse. Daraus ergeben sich immer wieder neue Anforderungen, um weitere Abläufe zu steuern und abzuwickeln. Der modulare Aufbau der Containerverwaltung ist skalierbar – ein Ausbau in Richtung Warenwirtschaftssystem denkbar. Den Auszubildenden wird konzentriertes, analytisches Denken sowie beharrliches und sicherheitsorientiertes Handeln vorgelebt und vermittelt.

Dabei lernen die angehenden Fachinformatiker in Prozessen und Beziehungen zu denken und durch teamübergreifende Zusammenarbeit Brücken zu schlagen. Das Ziel ist, die Auszubildenden persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und auf eine Karriere in der Softwareentwicklung vorzubereiten. Mit Erfolg: Fachbereichsleiter Torsten-Eric Sendler und Fachdozent Michael Stramka sind mit dem Ergebnis über die Maßen zufrieden und stolz auf die tolle Programmierarbeit ihrer Auszubildenden. Diese konnten bei der abschließenden Präsentation – coronabedingt im virtuellen Klassenraum – nicht nur die Schulleitung von sich überzeugen, sondern darüber hinaus bereits Unternehmen als spätere Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen.