Frank Lukaschewski ist Gründer und Lead Gamedesigner bei YEPS!

Frank Lukaschewski, Gründer und Lead Gamedesigner bei YEPS!, hat in seinem vorherigen Game-Studio den „OFM“ OnlineFussballManager mitentwickelt und über zehn Jahre lang großgezogen und zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Fussballmanager-Games im deutschsprachigen Internet gemacht.

13.04.2016 10:26
Ein Interview mit: Frank Lukaschewski

Herr Lukaschewski, was ist das aktuelle Projekt von YEPS! und was ist das Besondere daran?

Das aktuelle Projekt unseres neuen Gamestudios ist „RoboManiac“, ein MMO-Game welches komplett im Browser läuft und ein Genre-Mix aus RolePlay und Sportmanager darstellt. Das Besondere: Das Spiel bietet echtes Free-2-Play im Sinne von „KEIN Pay-2-Win!“, eine starke Langzeitmotivation, eine humorvolle Tonalität und eine futuristische und abgedrehte Roboter-Welt auf einem fernen Planeten. Besitze deinen eigenen Bot, rüste ihn auf, repariere ihn, bring ihm Manieren bei, betreite spannende und lustige Missionen und kämpfe mit ihm täglich in Liga-Kämpfen, Turnieren, Duellen und Allianzen! Das Spiel befindet sich in der Open Beta, aktuell etwa zwei Drittel fertiggestellt. Die Community wächst kontinuierlich, jeder neue Spieler ist herzlich willkommen.

Welche Schwierigkeiten waren in diesem Projekt zu überwinden?

Die größten Herausforderungen waren ein passendes Entwicklerteam zusammenzutellen, bei dem ein Rädchen ins andere greift sowie eine Spielmechanik zu entwickeln, die den besonderen Genre-Mix „Rollenspiel + Sportmanager“ auf Augenhöhe abbildet und langfristig motiviert.

Wie gingen die Mitarbeiter mit diesen Problemen um?

Sie brennen für das Projekt, übernehmen größtmögliche Verantwortung, gehen enorm in Vorleistung ohne viel Geld dabei zu verdienen und glauben fest an den Erfolg „ihres Babys“.

Waren die Voraussetzungen Ihre Mitarbeiter ausreichend, die Probleme zu meistern?

Ganz klar: Wir haben uns viel Zeit genommen, um das richtige Team zusammenzustellen. Nicht nur fachlich muss es passen, vor allem auch menschlich. In unser Team schafften es folglich nur Leute, die sauber ticken, denen wir vertrauen und die uns überzeugt haben, dass sie wirklich in der Games-Branche arbeiten wollen. Das Ergebnis ist, dass wir alle sehr stolz auf unser bisher Geleistetes sind und uns im Team super verstehen und jeder für den anderen da ist. Das ist nicht nur produktiv, sondern macht allen großen Spaß.

Was muss ein Bewerber mitbringen, um Erfolg in dieser Branche zu haben?

Echte Lust am Spiel. Den Mut in einer unstabilen Branche mit heftigen Höhen und Tiefen zu arbeiten. Die Energie und den Willen täglich über sich hinauszuwachsen. Den Biss die Dinge sehr gut zu machen und zu Ende zu bringen. Die Bereitschaft durch Arbeitseinsatz in Vorleistung zu gehen.

Was sind die größten Herausforderungen in der Game Entwicklung?

Etwas zu schaffen, was sich für den Spieler später als rundum gelungenes, plausibles, flüssiges, logisches, unterhaltsames, forderndes, belohnendes, packendes, fesselndes Spiel anfühlt. Nur dann bleibt der Spieler im Spiel oder spielt es noch einmal. Denn: Direkt nebenan gibt’s 99 Konkurrenz-Produkte…

Was muss ein Game Artist, der gerade aus der Ausbildung kommt, können?

Er muss auf seiner Ebene kreativ sein, komplexe Systeme erfassen und entwickeln können, sehr viele Spiele kennen und studieren, ein sehr gutes grundlegendes Verständnis für seine Kollegen und deren Fachgebiete, insbesondere Programmierung, Grafik und so weiter haben und ein toller Team-Player sein. Außer er will alles alleine machen.

Was muss ein Game Programmer als „Anfänger“ beherrschen?

Er sollte sich mit zahlreichen gängigen IDEs, Programmiersprachen und Plattformen auskennen und sich letztendlich auf eine Sache so richtig gut spezialisieren. Vielleicht ist es besser, eine Sache richtig gut zu können, als von allem nur ein Bisschen. Dann kratzt man immer nur an der Oberfläche und schafft nichts Wunderbares.

In welchem Bereich siehst Du die Zukunftsperspektiven?

Es wird noch mehr unterschiedliche Plattformen für Games geben, wie beispielsweise VR. Ein schnelleres Internet beziehungsweise eine schnellere Datenübertragung, wird weitere Türen für Live-Games, Gamification und Spielereien im „Internet der Dinge“ öffnen. Alles wird vernetzt. Aber auch schon oft  „Totgesagte“ wie PC, Playstation oder Browser werden nicht so schnell aussterben. Jedem Game seine passende Plattform!