Geschäftsführerin bei "deadbunny".

Mit ihrem Onlineshop „deadbunny“ hat sich Alice Horstmeier inzwischen bei den Liebhabern trendiger Shirts und Accessoires einen Namen gemacht. Die Idee, selbst kreierte Mode via Internet zu vertreiben, kam ihr schon während der Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin am Berufskolleg für Medienberufe in Köln.

28.06.2012 16:08
Ein Interview mit: Alice Horstmeier

Hallo Frau Horstmeier. „deadbunny“ ist ja für ein Modelabel ein recht außergewöhnlicher Name. Wie ist denn diese Idee entstanden?

(lacht) Ja, sehr außergewöhnlich, oder? Die Idee kam mir bereits sehr früh während der Ausbildung hier am Berufskolleg. Ich habe schon immer gerne gezeichnet und Designs entworfen. Außerdem hat mich hier in Köln von Beginn an die Street Art Szene fasziniert. Ich wohne seit 2005 in Köln. Aus dieser Kombination ist das deadbunny entstanden.

Wie lange brauchte es denn von der ersten Idee bis Freischaltung des Onlineshops?

Von 2005 bis 2008 habe ich am Berufskolleg die GTA-Ausbildung gemacht. In der Zeit habe ich die ersten Charaktere rund ums deadbunny entwickelt. Außerdem habe ich mich, Alice, sozusagen als mein alter Ego entwickelt und schreibe bis heute einen Blog über deadbunny.de. Ich berichte  über alles, was mich trendmäßig interessiert, inspiriert und motiviert.

Ich habe mir zu der Zeit auch die Domain für den Onlineshop gesichert und natürlich viel dazu recherchiert, wie man einen Onlineshop überhaupt technisch umsetzt. Die Ausbildung im Bereich Webdesign und -programmierung hat eine Menge dazu beigetragen, den Grundstein für das deadbunny-Projekt zu legen.
Dazu habe ich auch Unterstützung von Mitschülern und viele Tipps von den Lehrern bekommen

Wie ist es denn nach der Ausbildung am Berufskolleg bei Ihnen weitergegangen?

Nach einer kurzen Zeit als 400-Euro Kraft habe eine feste Stelle bei einer Webdesign-Agentur in Köln bekommen, belinda krone webdesign & suchmaschinenoptimierung. Der Job ist sehr vielseitig, natürlich sehr web-lastig, aber ich arbeite auch im Bereich Kundenberatung und  -betreuung. Meine Webdesign- und Programmierungskenntnisse konnte ich dort erweitern.

Spannend ist aber auch die Gestaltung von Printprodukten. Während meiner Ausbildung habe  ja auch Kenntnisse in Printgestaltungsprogrammen erhalten. Das kann ich heute sehr gut gebrauchen. Jetzt kann ich einiges aus meiner GTA-Ausbildung mit einbringen.
Ganz neu für mich war die Arbeit mit Typo3, einem sehr komplexen Content Management System

Und was ist aus deadbunny geworden?

Das ist sozusagen mein zweites Standbein. Der Onlineshop ist im Januar 2010 ans Netz gegangen und entwickelt sich prächtig. Allerdings muss ich neben dem Job in der Agentur so um die zwei Stunden täglich da reinstecken. Marketingideen entwickeln, facebookden Blog & Co aktuell halten, neue Designs entwickeln und natürlich die vielen Bestellungen abarbeiten.

Wie sehen denn Ihre weiteren Pläne aus, Frau Horstmeier?

Nach meinem zweiten Anlauf, bin ich nun bei der Köln International School of Design angenommen. Ab September belege ich dort „Integrated Design“, einen internationalen Studiengang mit Bachelor-Abschluss.

Sehr anspruchsvoll, Studiensprache ist Englisch, das Studium dauert 4 Jahre und ein Semester werde ich sicherlich im Ausland verbringen. Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr darauf.

Ja, und irgendwann in fünf Jahren habe ich dann hoffentlich meine eigene Agentur und entwickle Produktdesigns und Marketingstrategien für kleine und mittlere Unternehmen. Man weiß ja nie genau was kommt.

Dann wünschen wir Ihnen auf jeden Fall alles Gute und dabei auch viel Spaß.


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