Geschäftsführer der Knappe & Bellstädt GmbH

Andreas Knappe macht Medien. Und das schon ziemlich lange. Was im Jahr 2000 als Ausbildung zum Mediengestalter Digital & Print begann, endete in einer Aufstiegsqualifizierung zum Medienfachwirt an der bm. 2011 war er Kammerbester seines Prüfungsjahrgangs. Heute ist er einer der Geschäftsführer der Knappe & Bellstädt GmbH, einer Werbeagentur mit angeschlossener Digitaldruckerei. Sie stellt vorwiegend Werbetechnikartikel für die visuelle Kommunikation im Bereich Messe- und Ladenbau her. Ohne den Meistertitel hätte er diesen Schritt in die Selbstständigkeit jedoch nie gewagt. bm fragt nach…

18.02.2014 12:29
Ein Interview mit: Andreas Knappe

Herr Knappe, womit begann Ihr Weg in die Medien?

Meine Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Danach war ich viele Jahre in unterschiedlichen Positionen in der Digitaldruckerei einer Werbeagentur tätig. Zuletzt als Produktionsleiter.

Produktionsleiter zu sein ist doch eine gute Position. Warum haben Sie eine Aufstiegsqualifizierung gewählt?

Ich wollte einfach sehen, was nach meiner Ausbildung noch machbar ist! Nach all den Jahren im Job habe ich irgendwann gemerkt, dass ich in meiner Position als Produktionsleiter sozusagen am Ende meiner Karriereleiter angelangt war. Und das wollte ich ändern. Als logische Konsequenz daraus habe ich mich also nach einer Weiterbildung umgeschaut, die meine Ausbildung und meinen beruflichen Werdegang sinnvoll ergänzt und mich weiterqualifiziert.

Und warum haben Sie bm - bildung in medienberufen als Bildungsträger für Ihre Aufstiegsqualifizierung gewählt?

Bei meiner Online-Recherche nach Bildungsanbietern im Raum Köln habe ich bm gefunden und fand das Angebot des Medienfachwirts sehr interessant. Also bin ich zu einer Infoveranstaltung gegangen und habe mich noch einmal genauer vor Ort informiert. Mit all den positiven Eindrücken habe ich mich dann dazu entschieden, den Medienfachwirt berufsbegleitend bei bm zu machen.

Und die Doppelbelastung? Wie haben Sie die empfunden?

Ach, das war ein auf und ab, je nachdem, wie stark ich beruflich eingespannt war. Aber dank der guten Dozenten und der umfangreichen Vorbereitung auf die Prüfungen bei der IHK habe ich es trotz Doppelbelastung geschafft, Kammerbester meines Abschlussjahrgangs 2011 zu werden. Rückblickend würde ich es also immer wieder so machen.

Ihre Firma Knappe & Bellstädt GmbH ist jetzt schon fast zwei Jahre alt. Wie hat die Aufstiegsqualifizierung Sie auf Ihre neue Tätigkeit als Geschäftsführer vorbereitet?

Sehr gut. Ich habe viel über Management und Personalführung, aber auch über Buchhaltung und Kalkulation gelernt. All das war eine perfekte Grundlage, um mich beruflich selbstständig zu machen. Dass das genau die richtige Entscheidung war beweist auch, dass wir inzwischen schon drei Angestellte haben und mit unserer hauseigenen Digitaldruckerei für namhafte Endkunden drucken.

Herr Knappe, welche Vorteile bringt die berufliche Selbstständigkeit im Medienbereich konkret?

Heute habe ich viel mehr Möglichkeiten als in einem Angestelltenverhältnis. Ich kann neue Kontakte knüpfen und verdiene deutlich mehr Geld. Es ist zwar mehr Arbeit und ab und zu habe ich auch eine schlaflose Nacht, aber es ist die Mühe wert.

 

Drucker

Das Start-up gibt es seit fast zwei Jahren. Auch prominente Endkunden gehören zu den Auftraggebern der Knappe & Bellstädt GmbH.

 

 

Was raten Sie Medienmachern, die auch Lust auf mehr haben?

Ich kann eine Weiterbildung nur empfehlen. Denn ich habe in meiner Fortbildung sehr viele Dinge gelernt, die mir auch heute noch tagtäglich bei der Arbeit helfen. Man muss sich ja nicht unbedingt selbstständig machen, aber um an eine Führungsposition zu kommen, ist so ein Meisterbrief auf jeden Fall ein klarer Vorteil. Gerade im Bereich Personalführung, Zeitmanagement und Projektleitung hilft eine zielgerichtete Fortbildung enorm weiter.

Hätten Sie sich auch ohne den Medienfachwirt in die Selbstständigkeit getraut?

Das ist eine gute Frage. Ich glaube eher nicht. Denn ohne den Meistertitel bist du für Firmen nur einer von vielen. Der Meistertitel ist sozusagen dein Qualitätsmerkmal. Gerade wenn sich, wie es bei uns der Fall war, zwei berufserfahrene, aber doch noch junge Männer aus den Bereichen Mediengestaltung und Vertrieb mit ihrem Start-Up in die Selbstständigkeit wagen. Als Aushängeschild unserer Fachkompetenz hängt mein Meisterbrief direkt bei uns im Eingang.

Und eine Frage noch zum Schluss: Welcher war Ihr schönster bm-Moment?

Da gibt es viele schöne Momente! Einerseits habe ich viele tolle Menschen unter den Dozenten und Teilnehmern kennengelernt, die ich beruflich und privat sehr schätze. Andererseits haben wir auch viele spannende Ausflüge gemacht, zum Beispiel zu Druckereien. Davon habe ich beruflich bedingt zwar schon viele gesehen, aber als wir dann zu DuMont gefahren sind, war das einfach eine völlig neue und spannende Welt.

Danke für das Gespräch!

Das Interview führte Elisabeth Henning