Projekt

Das Besondere an unseren Projektwochen ist, dass sie fächer- und jahrgangsübergreifend stattfinden. Teilnehmer und Teilnehmerinnen aller Bildungsgänge des Berufskollegs für Medienberufe arbeiten in dieser Zeit zusammen an realen Projekten.

Mehr als nur Papierkram: Berufskolleg zu Gast im Papiermuseum Düren

Ob Bücher, Briefe, Konfetti oder Klopapier: Nur wenige Erfindungen in der Geschichte der Menschheit hatten einen derart großen Einfluss auf unsere Gesellschaft wie die des Papiers. Angehende Gestaltungstechnische Assistent*innen des Berufskollegs für Medienberufe tauchten im November für einen Tag in die Historie des berühmten Werkstoffs ein – und durften im Rahmen eines Workshops mit diversen Schreib- und Zeicheninstrumenten experimentieren.

Bereits seit 1990 informiert das Papiermuseum Düren umfassend über historische Relevanz, Herstellung, Artenvielfalt und Anwendungsgebiete von Papier. Der Standort des Museums ist dabei kein Zufall: Papier prägt die Region Düren seit mehr als 400 Jahren. Bis heute widmen sich zahlreiche der dort ansässigen Unternehmen dem Werkstoff – als Hersteller, Zulieferer oder Verarbeiter.

Neben umfangreicher Information und Dokumentation zum Thema in Form der großen Hauptsammlung und verschiedenster Ausstellungen möchte das Museum seine Besucher auch für deren individuelle und emotionale Beziehung zu Papier sensibilisieren: „Unsere Gäste werden eingeladen zu ergründen, wie das Papier ihren Alltag prägt, welche Rolle es für sie einnimmt und welchen ganz persönlichen Wert es für sie hat. Denn Tatsache ist: Jeder hat eine Beziehung zu Papier.“ (Quelle: Papiermuseum Düren)

Von der Faser zum Papier, von der Hand aufs Papier

Auch den Entstehungsprozess von Papier konnten die Schüler*innen des Berufskollegs für Medienberufe während der Exkursion erleben: Von den Ressourcen über Produktion und Weiterverarbeitung bis hin zu Recycling wurden die einzelnen Schritte im Papiermuseum Düren anschaulich vermittelt und an einer Schöpfstation die Papierherstellung auch sinnlich erfahrbar gemacht.

Nach der Führung stand dann noch ein besonderes Highlight für alle an: In der Kreativwerkstatt der Bildungseinrichtung durfte die Klasse unter Anleitung der Grafikdesignerin und Illustratorin Annett Wurm selbst mit Tusche und verschiedenen Schreib- und Zeicheninstrumenten dem Werkstoff Papier zu Leibe rücken. Dabei ging es darum, mit Materialien, Strichqualitäten und Schreibrhythmen zu experimentieren und neue Zugänge zur eigenen Ausdrucksmöglichkeit zu entdecken. Was allen großen Spaß bereitete und eine wertvolle Erfahrung für die angehenden Gestaltungstechnischen Assistent*innen darstellte. Wir sind jedenfalls restlos begeistert von deren kreativem Potential und haben uns über die tollen Arbeiten gefreut, die im Verlauf der Exkursion entstanden sind.

Doch wohl dem, der beim Experimentieren mit Pinsel, Papier und Tusche auf die vom Museum zur Verfügung gestellten Schutzhandschuhe zurückgriff – hier haben die Schüler*innen im Gegensatz zu vereinzelten Mitgliedern des betreuenden Lehrpersonals echte Weitsicht bewiesen. Martin Zensheim, Lehrkraft für Gestaltungslehre am Berufskolleg für Medienberufe, ist dem Vernehmen nach noch Tage später mit schwarzen Fingern auf dem Campus gesichtet worden. Wir hoffen, dass die Farbe mittlerweile verschwunden ist.

Wir bedanken uns beim Papiermuseum Düren, Annett Wurm und unseren Lehrkräften für die gelungene Exkursion und sind uns jetzt schon sicher, dass noch viele Besuche folgen werden!