Wenn in den beiden letzten Januar-Wochen der reguläre Stundenplan außer Kraft gesetzt wird, dann stehen am Berufskolleg für Medienberufe wieder die Projektwochen auf dem Programm.
Alle Schüler:innen haben dann die Möglichkeit, sich intensiv mit praxisnahen Themen auseinanderzusetzen, eigenständig zu arbeiten und im Team Projekte zu realisieren. Ziel ist es, fachliche Kompetenzen zu vertiefen, neue Interessen zu entdecken und Arbeitsweisen kennenzulernen, wie sie auch in Studium und Beruf erwartet werden. Das Angebot der Projekte war bewusst vielfältig angelegt.
Im MediaLab arbeiteten die Teilnehmenden täglich an neuen kreativen Herausforderungen – von Video-Shorts über Podcasts bis hin zu Stopmotion-Animationen und Social-Media-Posts. Hier standen Teamarbeit, Projektplanung und experimentelles Arbeiten im Vordergrund. Im nächsten Projekt setzten sich die Schüler:innen mit der Bedeutung emotionaler Kompetenzen in einer digitalisierten Welt auseinander. In Gruppen entwickelten sie digitale Anwendungen wie Fragebögen, Stimmungstracker oder Chatbots und reflektierten deren Nutzen für den Schulalltag. Kreativ und technisch zugleich ging es bei der Produktion eines Musikvideos zu. Von der Ideenfindung über die Konzeption bis zur finalen Umsetzung gestalteten die Teams eigene Musikvideos mit klarer Botschaft – emotional, humorvoll oder gesellschaftskritisch.
Einen Blick in die Zukunft warf die Kampagne „Zukunft auf dem Teller“. Nach einem gemeinsamen Frühstück entwickelten die Gruppen Social-Media-Kampagnen und Videoclips zur Ernährung von morgen. Dabei ging es nicht nur um Inhalte, sondern auch um überzeugende Präsentationen und Pitches. Technischer wurde es im Projekt „Die Welt der APIs – Wie sprechen Apps miteinander?“, in dem grundlegende Konzepte moderner Softwareentwicklung anhand alltagsnaher Beispiele erklärt und nachvollzogen wurden. Gestalterisch anspruchsvoll zeigte sich das Projekt Entwicklung und Herstellung eines Bildkalenders, bei dem ein Wandkalender für das Jahr 2026 entstand. Jede Monatsseite widmete sich einer europäischen Stadt oder Region und verband Information mit ästhetischem Design.
Geschick und Organisationstalent war beim Schach- und Tischtennisturnier gefragt. Neben der Planung und Durchführung der Turniere übernahmen die Projektgruppen auch die mediale Begleitung – von Plakaten über Urkunden bis hin zu Videoaufnahmen. Besonders fordernd war das Projekt Elektronik & Mikrocontroller-Programmierung. Hier entwickelten die Schüler:innen funktionierende elektronische Systeme, die gelötet, programmiert, getestet und bei Fehlern systematisch analysiert werden mussten. Geduld, Genauigkeit und technisches Durchhaltevermögen waren zentrale Voraussetzungen. Den Abschluss der Projektwochen bildete die große Präsentation in der Aula. Vor Mitschüler:innen und Lehrkräften stellten die Projektgruppen ihre Ergebnisse vor und gaben Einblicke in Arbeitsprozesse, Herausforderungen und Lernerfolge. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen ihre Halbjahreszeugnisse. Die Projektwochen zeigten wiueder einmal eindrucksvoll, wie Lernen durch Praxisbezug gelingen kann: selbstständig, engagiert und besonders nah an den Anforderungen der Medien- und Technikwelt – dafür steht das Berufskolleg für Medienberufe in der Kölner Südstadt. Die Bilder hat unser Lehrer Christian Polep erstellt.
Das interessiert Dich auch? Am Samstag, 7. Februar 2026, veranstaltet das Berufskolleg für Medienberufe ab 10:30 Uhr den Tag der Projekte. Schüler:innen, Freunde, Eltern und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von der Schule am Sachsenring zu machen.














